Charlie Carrel benennt öffentlich Personen, die ihn um Geld betrogen haben sollen

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Poker ist ein Spiel von Entscheidungen, Geduld und Disziplin. Doch abseits des Tisches wird oft ein härteres Spiel gespielt, bei dem es nicht um Ranges, Sizing oder Bluffcatching geht, sondern um Vertrauen und Geld. In seinem neuesten Vlog lässt Charlie den klassischen Pokerinhalt beiseite und liefert ein Video mit einem völlig anderen Fokus. Er behauptet, dass er im Laufe der Jahre im Poker und darüber hinaus zu oft in Situationen geraten ist, in denen Menschen ihn laut eigener Aussage betrogen, nicht ausgezahlt oder direkt um Geld gebracht haben. Diesmal hat er beschlossen, nicht still zu bleiben.

Bereits zu Beginn des Videos gesteht er, dass er lange Zeit auf eine Weise agierte, die ihm im Nachhinein zu vertrauensvoll vorkommt. Er erzählt, dass er aus armen Verhältnissen schnell zu viel Geld kam und anfangs glaubte, dass Geld für die Menschen keine so zentrale Rolle spielt. Doch laut ihm sah die Realität ganz anders aus. Heute meint er, dass ein großer Teil der Menschen vom Geld besessen ist und im richtigen Moment sogar jemanden verraten könnte, der ihnen vertraut hat.

Er gesteht, dass seine bisherige Herangehensweise darin bestand, zurückzuweichen, Dinge nicht öffentlich zu klären, niemanden vor Gericht zu ziehen und Konflikte zu vermeiden. Doch genau dies führte laut ihm dazu, dass sich ähnliche Situationen wiederholten. Im Video erklärt er deshalb, dass es an der Zeit sei, laut zu sprechen. Dabei gehe es nicht um eine einzelne Geschichte, sondern um eine Liste von Personen, die ihn in den letzten Jahren auf verschiedene Weise um Geld gebracht haben sollen.

Betrug getarnt als Wohltätigkeit

Die erste Geschichte, die Charlie im Video erwähnt, betrifft nicht direkt das Pokerumfeld. Er spricht von einer Frau namens Zoe Weber, der er 40.000 Pfund für den Aufbau ihrer eigenen Wohltätigkeit gegeben haben soll. Laut Charlie jedoch hat sie nichts davon umgesetzt. Er erwähnt, dass es damals keinen Vertrag gab, alles basierte auf Vertrauen, und als er das Geld zurückverlangte, war die Reaktion entsprechend: Er solle einen Anwalt finden.

Hinter den Kulissen eines ausgeklügelten Scams

Der zweite Name im Video ist Shan Johnston, den Charlie deutlich kritischer beschreibt. Er behauptet, dieser Mann schulde ihm 60.000 Dollar und dass es sich seiner Meinung nach nicht um ein Missverständnis, sondern um einen ausgeklügelten Scam handelte. Gleichzeitig sagt Charlie, dass er mit etwa 25 bis 26 Personen gesprochen habe, die ähnliche Erfahrungen mit Shan gemacht hätten. Gerade bei diesem Namen spürt man, dass es nicht nur um persönliche Frustration geht, sondern um den Versuch, die Gemeinschaft auf eine Person aufmerksam zu machen, die sich laut ihm immer noch in der Pokerszene aufhält.

Ein wichtiger Grund, warum solche Geschichten laut Charlie oft lange ungesagt bleiben, ist, dass sich Menschen oft nicht trauen, sich zu äußern, weil sie die Hoffnung nicht aufgeben wollen, ihr Geld zurückzubekommen. Andere haben schlicht keine Plattform oder Energie, den Konflikt öffentlich zu klären. Charlie jedoch behauptet, dass gerade das Schweigen es diesen Menschen ermöglicht, weiterzumachen. Deshalb hat er beschlossen, diesmal konkret zu werden.

Probleme bei Private Games

Eine weitere Geschichte betrifft einen Mann, den Charlie als Robert Ga oder Yuga bezeichnet. Laut ihm sei dieser in der Londoner Private-Game-Szene aktiv und schulde ihm ungefähr 40.000 Pfund. Charlie erklärt, dass das Problem über einen Kredit zustande kam, den ihm eine für Charlie arbeitende Person gewährt hatte. Rückblickend gesteht er, dass es auch sein Fehler war, weil er die falsche Person eingestellt hatte, die dem Falschen Kredit gab.

Diese Passage des Videos zeigt deutlich, wie fragil das Funktionieren privater Spiele sein kann. Auf der einen Seite stehen Spieler, große Summen und schnelle Entscheidungen. Auf der anderen Seite Vertrauen, das oft harte Prozesse ersetzt. Wenn jedoch jemand einen Kredit erhält, den er nicht hätte bekommen sollen, gehen die Konsequenzen nicht nur an ihn, sondern auch an den Organisator des Spiels. Charlie deutet an, dass er mehrere solcher Geschichten habe und dass dies keineswegs das letzte Video zu diesem Thema sein muss.

Owen Meer bekannt als Prodigy on Coin

Der längste und persönlichste Teil des Videos betrifft Owen Meer, auch bekannt als Prodigy on Coin. Charlie beschreibt ihn als jemanden, den er einmal als Freund betrachtete und gleichzeitig als einen der besten Spieler in seinem Format. Genau deshalb wirkt die gesamte Geschichte anders als die anderen Namen. Es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um die Enttäuschung über jemanden, dem Charlie vertraute und den er in der Zukunft seiner Spiele einplante.

Charlie sagt, dass Owen in seinen privaten Spielen spielte und er in ihm Potenzial sah, ein herausragendes Gesicht zu werden. Später jedoch soll laut ihm eine komplizierte Situation mit Geld, Schiedsgericht und Auszahlungen von Personen um das Spiel herum entstanden sein. Charlie behauptet, dass Owen Geld erhalten habe, das anders hätte verwendet werden sollen, das aber laut ihm genutzt wurde, um Personal zu bezahlen, obwohl Charlie dem nicht zustimmte.

Der gesamte Konflikt wird als eine Situation beschrieben, in der er wiederholt Schiedsgericht vorgeschlagen habe, diese jedoch seiner Meinung nach nie stattfand. Laut Charlie stellte sich Owen in die Position eines Menschen, der das Personal auszahlen wollte, dies jedoch mit Geld tat, das laut Charlie nicht so verwendet werden sollte. Charlie wiederholt im Video, dass er dem nicht zugestimmt habe und das Problem durch Schiedsgericht lösen wollte.

Fehlendes Geld an der Elite University

Der fünfte Name im Video ist Fizzland, der laut Charlie für die Elite University gearbeitet haben soll. Charlie sagt, dass im Projekt Geld zu fehlen anfing und als er nach Belegen und Erklärungen fragte, wurde die Kommunikation hinausgezögert und er schließlich blockiert. Laut Charlie war dies der Moment, in dem er sich fast sicher war, dass er hinter dem fehlenden Geld steckte. Auch bei dieser Geschichte betont er, dass er ihm vorher geholfen habe, weil die Person behauptete, sich in einer schwierigen Lage zu befinden.

Dieser Teil fügt sich in die Hauptlinie des gesamten Videos ein. Charlie spricht wiederholt darüber, dass er Menschen großzügig gegenüber war, ihnen vertraute und versuchte, zu helfen. Doch als laut ihm die Gelegenheit kam, haben einige dieses Vertrauen missbraucht. Es geht also nicht nur um einzelne Summen, sondern um ein sich wiederholendes Muster, und genau dieses möchte Charlie, nach eigenen Worten, öffentlich benennen.

Der Schluss des Videos geht über die fünf genannten Namen hinaus. Charlie ruft Menschen, die eigene Erfahrungen mit ähnlichen Fällen haben und diese mit Beweisen belegen können, dazu auf, sich bei ihm zu melden. Er erklärt, dass er bereit ist, derjenige zu sein, der diese Geschichten öffentlich macht. Laut ihm gibt es in der Pokerszene zu viele Menschen, die schlechte Dinge tun, und die Gemeinschaft schweigt oft darüber. Gründe dafür können Angst, Ermüdung oder die Hoffnung sein, dass das Geld doch noch einmal zurückkommt.

 

Quellen - YouTube, PokerNews